Gaskasten im Campervan / Wohnmobil

Gaskasten für den Camper ausbau

Hier findest du alle Infos wie wir unseren Gaskasten im Wohnmobil / Campervan selbst gebaut haben und welche gesetzlichen Vorgaben wir beachten mussten. Der Gaskasten und unser Kochfeld wurden erfolgreich vom TÜV abgenommen.

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Grundmaterial:

Als Grundmaterial für den Bau haben wir sogenannte OSB Platten verwendet und diese entsprechend zurecht gesägt, verleimt und geschraubt. Plant euren Gaskasten groß genug um nachher genügend Platz für das Anschließen und Handling der Gasflasche zu haben. Die Gasprüfung hat in unserem Fall mit 142€ gekostet.

Wenn ihr eine Zulassung eures Camper Ausbaus als Wohnmobil möchtet, so ist eine fest verbaute Kochstelle ein Vorschrift.

 

Unsere Einkaufsliste:

Gaskasten Campervan

Vorschriften für die Gasprüfung


Als Grundlage für die Prüfung des Gaskastens gilt das Prüfblatt DVGW G 607 (Baden Württemberg). Dort sind alle zu überprüfenden Punkte aufgelistet. Diese waren zum Zeitpunkt unserer Prüfung sinngemäß folgende:

  1. Es muss eine Entlüftungsöffnung mit einer Mindestgröße von 100cm² (10cmx10cm) am tiefsten Punkt des Kastens eingebracht werden. Die Entlüftung muss nach unten erfolgen.
  2. Achtet beim Bau auf die Stabilität des Gaskastens. Wir haben unseren Geschraubt und zusätzlich geleimt. Anschließend haben wir den Gaskasten mit unserer Karosserie verschraubt. Die Stabilität wurde von unserem Prüfer geprüft.
  3. Die Gasflasche muss an mindestens 2 punkten im Gaskasten befestigt werden. Wir haben dies über 2 Spanngurte gelöst.
  4. Die Türe muss mit einer Dichtung versehen werden welche luftdicht abschließt. Wir haben hierzu Armaflex XG verwendet.
  5. Es muss eine Borde mit einer Mindesthöhe von 10cm zur Tür hin angebracht werden. Wir haben diese zusätzlich mit Acryl abgedichtet.
  6. Die Gasflasche muss auf kleinen Füßen / Erhöhungen stehen, so dass die Entlüftungsöffnung nicht von dem Flaschenboden verdeckt wird.
  7. Die Schottverschraubung, welche die Gasleitung außen mit dem inneren des Gaskastens verbindet, muss beim Durchgang mit Acryl abgedichtet werden.
  8. Wir haben die Kanten im Gaskasten inneren alle mit Acryl abgedichtet.
  9. Schlauchverbindungen müssen alle 10 Jahre erneuert werden. Beachtet die Zugänglichkeit damit dies auch später einfach möglich ist.
  10. Die Leitung vom Gaskasten zum Kochfeld muss mit einem dafür zertifizierten Gasrohr erfolgen. Dieses ist außen gegen Rost Kunststoffbeschichtet. Es darf kein Gasschlauch für die Verbindung vom Rohr zum Kochfeld verwendet werden. Das Rohr muss direkt am Kochfeld angeschlossen werden. Außnahme ist ein mobiles Kochfeld – mehr dazu unten.
  11. Es muss ein von außen sichtbarer Aufkleber mit der Aufschrift “30 mbar” am Gaskasten angebracht werden. Für Neuinstallationen sind nur noch 30 mbar Betriebsdruck erlaubt. Achtet bei der Auswahl eures Kochfelds, dass dieses für 30mbar ausgelegt ist. Ein 50mbar Kochfeld mit 30mbar zu betreiben geht zwar theoretisch, praktisch muss es aber dafür vom Hersteller freigegeben sein. Ist dies nicht der Fall ist die Flammenstabilität nicht gegeben.
  12. Das Verbindungsstück eines mobilen Kochfelds mit der Gasleitung, darf maximal 20cm lang sein und muss alle 10 Jahre erneuert werden.
  13. Es muss ein zertifizierter Gasregler für einen Betriebsdruck von 30mbar verwendet werden. Dieser darf nicht einstellbar sein.
  14. Alte Gasinstallationen mit 50mbar haben Bestandsschutz.

Bei dieser Liste besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wir empfehlen euch vor der Prüfung Kontakt mit eurem Prüfer aufzunehmen und ihn in den Prozess mit einzubinden. Ihr erspart euch dadurch eine mögliche Nachprüfung und damit bares Geld. 

Unser Tipp: Beachtet die oben genannten Punkte, erstellt fotos und sendet diese an euren Prüfer der TÜV Stelle.

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